Was
sollte untersucht werden?
Es gab ausreichend
"repräsentative", aber leider punktuelle Meinungsumfragen
zum Thema Kinder
und Computer.
Freizeitforscher,
Psychologen, Dozenten u.v.a.m. bearbeiteten
das Thema mehr
oder weniger erschöpfend aus differierenden Blickwinkeln,
je nach Position
pro oder contra.
Vorurteile wurden
"untermauert" oder beerdigt.
Es gab auch Projekte,
-
eintägige,
mehrtägige, -fast immer mit wechselndem Klientel.
Beim Projekt
"interkidz" ging es darum,
die Beobachtungen
über den Zeitraum eines ganzen Jahres
in einer festgelegten
Kindergruppe stattfinden zu lassen,
um Aussagen
treffen zu können über
mögliche
Veränderungen von Verhaltensstrukturen und deren Bedingungsfaktoren.
Eine unerlässliche
Voraussetzung für die
Organisation einer
qualifizierten Arbeit mit neuen Medien
in den Kindertagesstätten
und Horten der Hansestadt Bremen.
Das ist der Hintergrund
der folgenden Fragestellungen:
Wie
gehen die Kinder mit den neuen Medien um?
Wie
schnell werden die Kinder mit dem neuen Medium vertraut, bzw.
welche
Voraussetzungen bringen sie bereits mit?
Wie
verhalten sich die Kinder am Computer, wenn sie die Möglichkeit haben,
frei
über ihr Tun zu entscheiden und ihr Handeln selbst bestimmen,
insbesondere
also
in den
Freispielphasen?
Welchen
Stellenwert haben die neuen Medien?
Wie
groß ist eigentlich das Interesse der Kinder für den Computer?
Wie
verhalten sich Mädchen und Jungen? !!!
Zeigen
sie gleiche Verhaltensweisen und ähnliche Interessen?
Sind
Mädchen wirklich zurückhaltender am Computer?
Beschäftigen
sie sich gemeinsam, oder sind Computer "nur etwas für Jungen"?
Werden
die Kinder süchtig?
Sitzen
sie über die vereinbarten Zeiten hinaus am Computer?
Vernachlässigen
sie andere Aktivitäten?
Werden
die Kinder aggressiver?
Gibt
es Auseinandersetzungen um Reihenfolge oder Dauer?
Ist
spielebedingte Steigerung der Aggressivität erkennbar?
Vereinsamen
die Kinder am Computer?
Gibt
es EinzelspielerInnen, die sich aus anderen Beziehungen
zurückziehen
und nur noch am Computer sitzen wollen?
Vernachlässigen
sie "reale" Erfahrungen?
Werden
z.B. andere Angebote von den Kindern vernächlässigt,
oder
verlieren sie neben dem Computer an Bedeutung?
"Versinken"
die Kinder in der virtuellen Welt,
oder
schaffen sie "Verbindungen"?
Wie
läßt sich ein I+K Angebot organisieren?
Was ist
zu berücksichtigen, wenn Aktivitäten geplant werden?
Welche
Angebotsstruktur ist sinnvoll?
Welche
Hinweise gibt es für die Übertragung-
auf
andere Einrichtungen, -auch im Kindergarten?
Pädagogische
und organisatorische Kriterien des PC-Einsatzes.
Sind
die Ergebnisse vereinbar
mit
den Intentionen des Fachkonzeptes?
Eine
Informationsgesellschaft ohne Teilnahme der Kinder?